Was sind die Vorteile von Google Tag Manager?

Der größte Vorteil von Google Tag Manager sind die schnellere und anpassungsfähige Implementierung von Tags auf einer Webseite, ohne dass der Quellcode geändert werden muss. Außerdem können Daten einfach verwaltet und auf eine skalierbare Art mit anderen Tags und Domains geteilt werden. Diese beiden Vorteile vereinfachen die Implementierung und den Gebrauch von Marketing- und Analytics-Diensten, welches Zeit und Aufwand erspart.

Welches Problem löst Google Tag Manager?

Bevor Tag Management Systeme zum Standard wurden, mussten Programmierer in Webbüros die Tags für z.B. Google Analytics, Facebook und AdWords implementieren.
Um diese Tags ordentlich zu konfigurieren, musste ein Programmierer sich erst durch die einzelnen Dokumentationen der Trackingpixel lesen. Solche Aufgaben waren nicht alltäglich. Anschließend wurden kleine JavaScript codes in verschiedenen Elementen der Webseite, z.B. auf Knöpfen und Links implementiert. Wenn sich auf der Webseite jemand beim Newsletter anmeldet, wurde durch den Klick auf den Knopf der Code ausgeführt. Falls der Kunde 1 Monat später die Newsletteranmeldungen auch in Facebook tracken möchte, geht der Vorgang nochmal von vorne los.
Wenn irgendwann eine andere Interaktion getrackt werden soll - womöglich mit 3 Tracking Systemen (z.B. Google Analytics, Facebook und Doubleclick) - muss der Programmierer wieder loslegen.

Kurz: Webbüros waren zu beschäftigt mit Aufgaben, die nicht Ihr Kerngeschäft darstellten und Kunden waren unzufrieden mit dem hohen Aufwand und den Kosten den diese kleinen Aufgaben verursachten.

Tag Management Systeme und Google Tag Manager, lösen dieses Problem, indem nur ein Tag (das GTM-Tag) auf allen Seiten implementiert werden muss, durch welches alle anderen zukünftigen Tags implementiert werden können. Auf welchen Elementen eine Interaktion eingebunden werden soll, wird dann einfach in GTM eingestellt.

Die Implementierung ist also vereinfacht und die Konfiguration zu Tag Management Consultants ausgelagert worden. Diese konnten sich nun auf die Konfiguration der stetig wachsenden Anzahl von Tags konzentrieren. Damit wurde die Implementierungszeit beschleunigt und die generelle Qualität der Implementierung erhöht, während der Kunde dabei Geld spart.

Vorteile

Google Tag Managers Vorteile können wie folgt aufgelistet werden:

  • Schnelle und flexible Implementierung von Tags

    Tags können in sekundenschnelle auf eine Webseite gesetzt und geändert werden. Es also nicht auf "das nächste deployment" gewartet werden. Mit einem einzigen Tag im Quellcode können alle weiteren Tags implementiert werden.

  • Tags werden asynchron geladen

    Google Tag Manager lädt grundsätzlich alle Tags asynchron. Man muss sich also nicht über einen negativen Einfluss auf die Ladegechwindigkeit der Webseite sorgen. Es kann zwar allerdings zu einer leichten Verlangsamung kommen, jedoch ist diese durch das asynchrone Laden der Tags minimalisiert.

  • Fertige Tags und Tag Templates

    Viele häufig genutzte Tags sind schon in GTM verfügbar und können aktiviert und anschließend per Formular konfiguriert werden. Der Nutzer braucht den Code fürs Tag also nicht selber schreiben. Das bringt vor allem Vorteile, wenn man ohnehin mit vielen von Google's Diensten Marketing betreibt. Seitdem Tag Templates von Nutzern erstellt werden können, sind jedoch immer mehr Tags von anderen Diensten erhältlich und die Anzahl wächst stetig.

  • Skalierbares Datenmanagement

    Mit GTM können alle erstellen Variablen und Trigger mit allen Tags genutzt werden. Somit wird die Datenerhebung vereinfacht und kann für alle Dienste angewandt werden.

  • Debugger

    Google Tag Manager hat einen Vorschau-Modus mit eigenem Debugger, welcher die Analyse von Triggern und Variablen immens vereinfacht. Es werden Data Layer events aufgelistet und wenn man mit der Webseite interagiert, kann die Population der Daten in den Variablen einfach nachvollzogen werden. Debugging wird damit stark vereinfacht.

  • Fertige Trigger

    Mehrere Trigger für die Tag Ausführung sind bereits vorhanden, wie z.B. für YouTube video tracking, Scroll Tracking oder zeitabhängige Trigger (Timer). Somit müssen diese Trigger nicht mehr selbst erstellt werden, was das Lösen der eigentlichen Probleme beschleunigt.

  • Versionierung

    Mit nur ein paar Klicks kann jede beliebige Containerversion der Vergangenheit re-implementiert werden. Nützlich falls Fehler bei der aktuellen Containerversion auffallen, die schnell rückgängig gemacht werden sollen.

  • Arbeitsbereiche

    Es können sog. Arbeitsbereiche für z.B. andere Nutzer oder Agenturen erstellt werden, sodass diese nicht Einsicht in alle Tags haben. Es kann für eine Agentur z.B. ein neuer Arbeitsbereich auf Projekt-Basis erstellt werden. Die Agentur kann die komplette Implementierung in diesem Bereich durchführen ohne Einsicht in alle anderen Konfigurationen zu bekommen. In-House teams können wiederum weiterhin mit dem Haupt-Container oder Ihrem Arbeitsbereich weiter arbeiten. Zum Schluss wird alles problemlos vereint.

  • Zugriffsrechte

    Es können Nutzer und Nutzergruppen mit bestimmten Zugriffsrechten ausgestattet werden. Neue Implementierungen können somit nur von einem bestimmten Nutzer nach Prüfung veröffentlicht werden.

  • Community

    Google Tag Manager hat eine große, offene Fan-Gemeinde, die gerne Informationen und Anleitungen für Ihre Implementierungen teilt.

Hilfreiche Ressourcen

Du kannst Google Tag Manager gratis ausprobieren, wenn du tagmanager.google.com besuchst.

Lies meine Anleitung, wie man Google Analytics einrichtet und versuche danach Event Tracking einzurichten.

Außerdem kannst Du dir Google's Quick Start Guide für GTM anschauen.